PETZI COMMUNITY FUND

Le secteur culturel a été durement atteint par les mesures prises pour prévenir la propagation de la COVID-19 et traverse une période difficile. Afin de soutenir nos membres, nous avons mis en place le « Petzi Community Fund », un fonds de solidarité en faveur de nos clubs et festivals les plus touchés. Sur la page « Solidarité », vous pouvez faire un don à votre club ou festival préféré, ou au Petzi Community Fund qui servira à apporter une aide financière rapide aux membres rencontrant de graves problèmes de trésorerie. Merci d'avance pour votre soutien.

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Nadja Zela (CH) & Batbait (CH)

Von ihm habe sie alles gelernt, was ihr noch heute wichtig sei im Mix. Und vor allem habe er ihr vorgemacht, wie man mit dem Herz hört und nicht mit dem Ohr. Das schrieb die Zürcher Sängerin und Gitarristin Nadja Zela Ende Januar über Olifr Maurmann alias GUZ; es gab bei Gott (der in diesem Fall eher Billy Childish heisst) einige schöne Nachrufe über den Mann mit der Bärenbrille, aber Zelas Nachruf war der persönlich wunderbarste. Nun geht es, wenn Nadja Zela mit ihrer Band und dem Requiem «Greetings To Andromeda» ins Palace kommt, nicht um GUZ, aber doch um den (Herz-)Tod: Nach dem plötzlichen Herzversagen ihres Mannes, des Comic-Künstlers Christophe Badoux, rang Nadja Zela zwei Jahre lang mit der Wiederkehr ihrer Stimme. In dieser Zeit entdeckte sie Musik aus diversen Genres zum Thema Tod und beschloss, ein Requiem zu schreiben und ihre Trauer in finster-märchenhafte Musik zu betten; ihre Stimme kehrte zurück, um Texte von einer unbekannten Welt im All zu singen, bevölkert von Geistern, Tieren und nebulösen Geschichten. Ein berührendes Wagnis, aber Zela hat schon immer den entscheidenden Schritt nach vorne gewagt: mit der All-Girl-Indieband Rosebud, später mit der Blues-Rockband Fifty Foot Mama, seit 2008 mit Solowerken unter ihrem eigenen Namen. Und jetzt also dieses Requiem, ein grandioses Konzeptalbum, das die Band live in voller Länge spielt. Es klinge, verheisst der Promotext, als ob David Lynch über Calamity Jane schreiben würde, die sich mit Boris Vian fürs Autokino verabredet, um einen alten Walt-Disney-Film anzuschauen. Wer lieber musikalische Vergleiche hat: Wir fühlten uns streckenweise an die Black Heart Procession oder die Walkabouts erinnert, beides grossartige Bands, die im Palace berauschende Konzerte boten. Und von wegen Wiederkehr fantastischer Erinnerungen: Das Zürcher Garagerock-Frauentrio Batbait, das den Abend eröffnet und gerade kürzlichst die Demotape Clinic gewann, erinnert in seinen besten Momenten an die bezaubernden Crystal Stilts. Vom Tod kann hier keine Rede sein, es sei denn, man versteht ihn als psychedelische Fledermausbeute. Und spätnachts legen wir dann vielleicht noch Purple Mountains auf.

Concert Alternatif Pop Rock

Organisé par:   Palace

Voir site officiel

17 septembre 2021

Palace – St. Gallen

  • Ouverture des portes à
    20:00
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Nadja Zela (CH) & Batbait (CH)