Nein zur SRG-Halbierungsinitiative «200 Franken sind genug»
Am 8. März stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)», meist als SRG-Halbierungsinitiative bezeichnet, ab.
Bei dieser Initiative geht es darum, die heutige Haushaltsabgabe von 335.- CHF auf 200.- CHF zu senken und Unternehmen komplett von der Abgabepflicht zu befreien. Daraus folgt zwangsläufig: deutlich weniger Mittel für die SRG – und damit ein spürbar reduziertes Angebot in allen Sprachregionen.
Bereits heute steht die SRG unter finanziellem Druck, da der Bundesrat entschieden hat, die Radio- und Fernsehabgabe ab 2027 schrittweise bis 2029 auf 300 Franken zu senken. Parallel werden ab 2027 bereits viele Unternehmen entlastet. Das führt schon jetzt zu Sparmassnahmen: weniger Mittel für Inhalte und Produktionen, organisatorische Zusammenlegungen sowie die Reduktion oder Einstellung einzelner Formate.
Weitere Kürzungen, wie sie die SRG-Initiative vorsieht, würden die Kultur stark treffen. Denn für die Schweizer Kultur ist die SRG nicht einfach ein Medienanbieter unter vielen – sie ist eine tragende Säule der Kultur und des Kulturschaffens in der Schweiz:
- Die SRG ist die grösste Kulturproduzentin im Land. Sie ist wichtig für Kulturschaffende in den Bereichen Film, Musik, Literatur und darüber hinaus.
- Als wichtige Kulturvermittlerin macht die SRG Kulturformate für viele Menschen zugänglich.
- Die SRG erfüllt eine wichtige Rolle in der Kulturberichterstattung, aus der sich Zeitungen und private Medien immer mehr zurückziehen.
- Über Auslandsmandate wie 3Sat, TV5 Monde, tvsvizzera.it und swissinfo.com sorgt die SRG für internationale Ausstrahlung von Schweizer Kulturereignissen.
- Die SRG bietet allen Zugang zu Kultur; auch Menschen mit Beeinträchtigungen – mittels Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprache.
Die SRG ist in wesentlichen Bereichen zentraler Partner des Kulturschaffens – und teilweise schlicht nicht ersetzbar.
Darum empfiehlt PETZI: NEIN zur Halbierungsinitiative. Für Vielfalt, Kultur und Schweizer Stimmen.
Mehr Infos dazu findet ihr in der Medienmitteilung der Taskforce Culture, die ihr hier lesen könnt.
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