MAXED OUT
Das Berliner Quartett hat sich zwischen den Genres eingerichtet– nicht als Kompromiss, sondern als Grundsatzentscheidung. Jazz ist die Heimat, aber die Türen stehen weit offen: nach elektronischen Texturen, nach urbanenBeats, nach Klängen, die sich keiner einfachen Schublade fügen. Maxed Out nennt das nicht Fusion, nicht Crossover, nicht Nu-Jazz – sie nennen es einfach ihren Sound.
Die Band besteht aus vier Musikern, die ihre Instrumente weit über die klassische Funktion hinausdenken. Maxim Frischmann spielt Saxophon, aber auch Sampler und Synth-FX – er ist Bandleader und zugleich der Architekt der klanglichen Übergänge zwischen akustisch und elektronisch. Björn-Atle Anfinsen übernimmt mit Trompete und FX-Processing die zweite melodische Stimme, die mal lyrisch, mal verfremdend, mal wie ein Signal aus einer anderen Welt klingt. Thomas Fuller hält mit dem Bass das rhythmische und harmonische Fundament – präsent, geerdet, urban. Und Lucas Johnson sitzt nicht nur am Schlagzeug, sondern bedient parallel einen Sampler, der die Grenze zwischen Live-Performance und produzierten Beats aufhebt.
Das Ergebnis ist eine Musik, die man am besten in Ruhe auf sichwirken lässt. Maxed Out setzt nicht auf sofortige Wirkung. Ihre Arrangements erschließen sich erst nach und nach – Schicht um Schicht, Beat um Beat. Die Beats sind entspannt, niemals drängend. Was anfangs vertraut klingt, offenbart mit der Zeit eigene Gesetze. Das ist die musikalische Handschrift der Band: ein Sound, der Raum lässt, aber nie beliebig wird.
Ihre Wurzeln liegen tief im modernen Jazz – in der Freiheit der Improvisation, im Dialog zwischen den Stimmen, in der Bereitschaft, das Unerwartete zuzulassen. Gleichzeitig haben sie eine ausgeprägte Affinität zur elektronischen Musik, zur Beatkultur, zur Art, wie Produzenten mit Loops, Samples und Effekten Atmosphären bauen. Die Elektronik wächst aus dem Jazz heraus, und der Jazz atmet durch die elektronischen Schichten. Man hört nicht: „jetzt kommt der Jazz-Teil, jetzt kommt der Beat.“ Man hört: Maxed Out.
Berlin ist mehr als ein Wohnort für Maxed Out – es ist ein Resonanzraum. Die Stadt mit ihrer Clubkultur, ihrer Offenheit für elektronische Musik und ihrer lebhaften Jazzszene hat den Sound der Band mitgeformt. Sie gehören nicht zu einer Szene, sie verbinden mehrere.
Maxed Out haben eine klare künstlerische Vision, die sich durch alle Releases zieht: Musik, die jazzt ohne zu nostalgisieren, die elektronischist ohne zu mechanisieren, die groovt ohne zu vereinfachen. Maxed Out sind vier Musiker, eine Band, eine Klangwelt – und es lohnt sich, jetzt hinzuhören.Kay Yōko is a Swisssinger, songwriter, producer and performer of Japanese and Norwegian heritage. Basedin Geneva, she crafts a distinctive musical world at the crossroads of rap,R&B, bedroom pop and minimalist electronic music.
(Studierende der ZHdK geniessen beim Vorweisen eines Ausweises freien Eintritt.)
Friday 23 October 2026
Mehrspur – Zürich
- Doors open at:
19:30 - Event starts at:
20:00
Organized by: Mehrspur