Bahnhofbuffet Chancental - Albumfeier

Knutschen im Moshpit. Macht man ab einem gewissen Alter nicht mehr. Das letzte Mal
Verknalltsein ist schon Jahre her und wer will sich schon einen Knöchel verstauchen. Doch
genau dort, wo Schlüsselbeine zum Brechen hingehen, die Endorphine den Schmerz aber
erträglich machen, fühlen sich Bahnhofbuffet Chancental zu Hause. Musikalisch will der Kopf
durch die Wand, in den T exten steckt aber unübersehbar auch verletzliche Romantik. Post-Punk
also. Könnte sein. Vielleicht etwas ruppiger und mit körniger 90s-Ästhetik. Neu ist bei
Bahnhofbuffet Chancental ausserdem das exzessive Autotune. Und dann noch auf
Schweizerdeutsch, weil wieso auch nicht. Gab es noch nicht. Sie nennen es
dreiviertelernstgemeint «Mundart-Autotune-Grunge».

Den Anschluss zu Millenials, die sich mit ihren Schnauzern und Trainingsjacken unter fünf
Schichten Ironie verstecken, haben Bahnhofbuffet Chancental nie gefunden. Dazu klebt zu viel
Provinz an den Coverse. Die Songs sind geschrieben von und für Landkinder, die angestrengt
glauben, in Zürich eine Identität zu finden, sich dann dort aber genauso fremd fühlen. Am Ende
wirst du überall enttäuscht. Übrig bleibt verbitterte Ehrlichkeit und das schulterzuckende
Akzeptieren der mittelmässigen Herkunft. Hier also das Rheintal – die Region, die sich in einem
unbeholfenen Versuch des Standortmarketings als «Chancental» bezeichnete. Ist lange her.

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Donnerstag 3. Dezember 2026

Helsinki – Zürich

  • Türöffnung:
    20:00
Organisiert von: Helsinki
Bahnhofbuffet Chancental - Albumfeier