JAZZWERKSTATT BERN 2023

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Die Jazzwerkstatt geht in die 15. Runde!
Festivalstart am 28. Februar im Kino Rex - nur Abendkasse

Konzert Festival Jazz

Offizielle Website

Mittwoch 1. März 2023 - Sonntag 5. März 2023

Organisiert von: Jazzwerkstatt
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JAZZWERKSTATT BERN 2023

Mittwoch, 1. März

Turnhalle im PROGR Bern

The Kesivan Naidoo Big Band Experience arranged by Adrian Mears

Kesivan Naidoo ist unbestritten der bedeutendste südafrikanische Schlagzeuger seiner Generation. Seinen Sinn für Klangspektakel hat er mit Jazz-Giganten wie Miriam Makeba, Bheki Mseleku, Louis Moholo-Moholo und anderen geschärft. Aus diesen Lehrjahren ist Naidoos klassisches Album Brotherhood (2014) entstanden – mit einer ausverkauften Premiere in der Carnegie Hall. You dig? Jetzt interpretiert der in Basel lebende Naidoo Brotherhood zusammen mit dem gefeierten Posaunisten und Arrangeur Adrian Mears als Big Band-Erlebnis neu.

Kesivan Naidoo (dr/comp), Adrian Mears (cond), Reto Suhner (as/fl), Tara Sarter (as), Victoria Mozalevskaya (ts), Damian Dalla Torre (ts), Benedikt Reising (bs/bcl), Dave Blaser (tp), Lukas Thöni (tp), Jaronas Höhener (tp), Jannicke Hagen (tp), Andreas Tschopp (tb), Julia Rüffert (tb), Nina Thöni (tb), Maxine Troglauer (btb), Olga Reznichenko (p), Claude Meier (b), Manuel Sidler (g)

The Kesivan Naidoo Big Band Experience arranged by Adrian Mears

Sofia Salvo Sola Set

Doppelstunde Algebra, schlecht geschlafen, Hausaufgaben vergessen. Dann eine schrille Glocke, ohrenbetäubend, befreiend, grossartig. So ungefähr klingt Sofia Salvo, die 2019 von Buenos Aires nach Berlin kam, um zu bleiben. Seither ist sie aus der dortigen Improszene nicht mehr wegzudenken. Mit atemberaubendem Klangreichtum erschafft sie tönende Kreaturen zwischen akustischem Noise und dunklen introspektiven Melodien.

Sofia Salvo (bs)

Sofia Salvo Sola Set

SARTER KIT

Die Aare bei 40 Grad im Schatten. Das Rollen der Kieselsteine, der kühle Fluss, Atmen geht heute auch unter Wasser. Fliegen auch. Schlagzeug, Klavier und Saxophon sowieso. Diese Alle Sterne Band aus dem Norden schwebt auf Klangwolken durch die Nacht und malt Polkadots ans Firmament. Freie Improvisationen tänzeln Hand in Hand mit Tara Sarters Kompositionen und reissen uns mit ins Jetzt. Sind sie die Benjamin Buttons des Jazz oder warum spielen sie zusammen als hätten sie letztes Wochenende Eiserne Hochzeit gefeiert? Music from the future.

Tara Sarter (as), Elias Stemeseder (p/synth), Lukas Akintaya (dr)

SARTER KIT

Donnerstag, 2. März

Turnhalle im PROGR Bern

RALPH ALESSI NEW GROUP

Furchtlos, verspielt, transzendent. Lauscht man seinen Improvisationen, wird wieder klar warum es Musik spielen heisst. Ralph Alessi gehört zu den herausragenden Protagonisten der New Yorker Avantgarde, arbeitete mit Steve Coleman, Ravi Coltrane, Jason Moran, Sam Rivers, Tim Berne, Uri Caine, Don Byron u.v.a. Heute pendelt er zwischen Brooklyn und Bern. An der Jazzwerkstatt präsentiert er ein brandneues Projekt mit einigen der famosesten Musiker*innen zwischen Boden- und Ostsee. Allen gemein ist der Wunsch, Kontrolle abzugeben und dem Klang das Zepter zu übergeben.

Ralph Alessi (tp), Tara Sarter (as), Myslaure Augustin (p), Lukas Traxel (b), Christoph Steiner (dr)

RALPH ALESSI NEW GROUP

LINA TINERUN

Vom Wunsch angespornt, einen eigenen Sound zu finden, ist anfangs 2020 Lina Tinérun entstanden. Der Mut, Bestehendes zu hinterfragen ist beim Quartett hör- und spürbar: die eigenwilligen Kompositionen Damaris Brendles, sowie die ungewöhnliche Besetzung spiegeln dies wider. So eröffnen sich weite Räume für eine kontrastreiche und lebendige Musik, in welcher Fantasiesprache als Bindeglied dient – zwischen abstrakten Untergrundwelten und lyrischen Klangmalereien, zwischen Improvisation und Komposition.

Florian Weiss (tb), Damaris Brendle (voc/comp), Cyrill Ferrari (g), Flo Hufschmid (dr)

LINA TINERUN

AYA METWALLI

Vom Guardian als «musikalisches Rätsel» betitelt und vom Pitchfork Magazin als Musikerin «die eine fesselnde Art Anti-pop erschaffen hat» beschrieben, erzeugt Aya mit analogen Synthesizern düstere Texturen und seltsam verwirrende Klanglandschaften. Sie singt stark beeinflusst von arabischem Pop und klassischen Melodien mit elektronisch verfremdeter Stimme, um so noch tiefer in unheimliche Welten einzutauchen. Mit schweren Drones und drum machine kreiert sie einen verzerrten Industrial-Sound zwischen Melodie und Noise.

Aya Metwalli (voc/electr)

AYA METWALLI

Freitag, 3. März

Turnhalle im PROGR Bern

OLGA REZNICHENKO TRIO feat. THERESIA PHILIPP

Es war Liebe auf den ersten Blick als Olga Reznichenko und Theresia Philipp sich 2021 zum ersten Mal trafen. Leider verhinderte die Pandemie, dass diese beiden Königinnenkinder jemals gemeinsam auf einer Bühne standen. Viel Wasser ist seither Pleisse und Rhein hinuntergeflossen, Olga hat ein viel beachtetes Trioalbum bei Traumton veröffentlicht, Theresia den WDR Jazzpreis erhalten und beide bezaubern mit ihrer schimmernden Klangmalerei Menschen von Köln bis Leipzig, überall sonst in Europa und weiter. Mit Lorenz Heigenhuber und Max Stadtfeld verspricht diese Millenials Überband ein perfect match zu werden.

Olga Reznichenko (p), Theresia Philipp (sax), Lorenz Heigenhuber (b), Max Stadtfeld (dr)

OLGA REZNICHENKO TRIO feat. THERESIA PHILIPP

CARLO'S GARDEN

In seinem Garten grasen Einhörner und Kolibris summen Wiegenlieder. Neben Bittermelonen pflanzt er Bassmandolas an. Carlo Mombelli ist ein Magier, würde er nicht Melodien züchten, würde er mit Alice durchs Wunderland springen und Bubbletea trinken. «Hauntingly beautiful» jubiliert die BBC, «disconcertingly beautiful» raunt die Jazz Times. Mombelli ist ein einzigartiger Melodiker, wie es keinen zweiten gibt. Im März führen seine Wege in die Schweiz und er präsentiert uns Carlo’s Garden, eine Band bestehend aus alten und neuen Freund*innen.

Carlo Mombelli (b/comp), Nancy Meier (fl), Marc Stucki (ts), Andreas Tschopp (tb), Kesivan Naidoo (dr)

CARLO'S GARDEN

RED DATA

Red Data steht für abrasive akustische Frequenzen, die in grenzüberschreitendem elektronischem Sounddesign verschmelzen und von unheimlichen, mikrotonal schimmernden Sphären durchwoben werden. Wenn euch dieser Satz zu kompliziert ist, kommt einfach hören. Uns erwartet ein Schmelztiegel improvisierter Ideen und Botschaften von drei sehr unterschiedlichen, aber eng miteinander verbundenen Musikern.

Luca Aaron (modular/fx), Jim Black (dr/electr), Ludwig Wandinger (dr/electr)

RED DATA

BLACK EAGLE MOON

In den Bushlands um Johannesburg gedeiht ein besonderes Kraut. Inspiriert von Afro, Krautrock, Jazz und der Welt, die ihn umgibt, lädt Musiker, Produzent und Songschreiber Shane Cooper zu einer psychedelischen Klangreise ein. Mit seiner lang gehegten Traumbesetzung wagt er das Afro Kraut Jazz Experiment Black Eagle Moon.

Shane Cooper (b), Ganesh Geymeyer (sax), Vojko Huter (g), Martina Berther (b), Julian Sartorius (dr)

BLACK EAGLE MOON

ELVIN BRANDHI & LUDWIG WANDINGER

Improvisierende Poetin, Produzentin und Klangkünstlerin aus Wales, die aus Feldaufnahmen, Tonband, Vinyl und Stimme Beats baut trifft auf Tausendsassa aus Berlin, der gleichermassen am Schlagzeug, als Produzent und in der visuellen Kunst zu Hause ist. Elvin Brandhi und Ludwig Wandinger sind zwei schwer zu fassende schillernde Persönlichkeiten und sorgen in der Undergroundszene weithin für Furore. An der Jazzwerkstatt begegnen sie sich zum ersten Mal.

Elvin Brandhi (voc/electr), Ludwing Wandinger (dr/electr)

ELVIN BRANDHI & LUDWIG WANDINGER

KA-RABA

DJ-Set

KA-RABA

Podiumsdiskussion: Decolonization in Jazz

Turnhalle im PROGR Bern

Decolonization in Jazz: Inputreferat und Podiumsdiskussion

Seit das Thema im Sommerloch 2022 medial hochgekocht wurde ist kulturelle Aneignung auch in der Schweiz in aller Munde. Am Jazzwerkstatt- und Swiss Jazz Days-Samstag nehmen wir uns Zeit für eine Diskussion darüber, wie wir als Szene mit dem toxischen Erbe des Kolonialismus umgehen wollen. Nach einem Inputreferat nähern sich eine Podiumsdiskussion und eine Q&A-Session dem Thema aus verschiedenen Perspektiven an. Ziel ist es, eine offene Diskussion zu ermöglichen. Mit der Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, dass wir einander innerhalb der Musikszene zuhören und die Befindlichkeiten und Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchsgruppen besser verstehen lernen.

Hinweis: Es kann kein Safe Space für Betroffene garantiert werden. Veranstaltung in Deutscher Sprache.

Eine Koproduktion der Jazzwerkstatt Bern mit den Swiss Jazz Days

Kuratiert von Aline Meyer, Naïma Esther Kouma-Fing Bereté, Yvonne Apiyo Brändle-Amolo

Samstag, 4. März

Turnhalle im PROGR Bern

PODIUMSDISKUSSION DECOLONIZATION IN JAZZ

Inputreferat und Podiumsdiskussion

Seit das Thema im Sommerloch 2022 medial hochgekocht wurde ist kulturelle Aneignung auch in der Schweiz in aller Munde. Am Jazzwerkstatt- und Swiss Jazz Days-Samstag nehmen wir uns Zeit für eine Diskussion darüber, wie wir als Szene mit dem toxischen Erbe des Kolonialismus umgehen wollen. Nach einem Inputreferat nähern sich eine Podiumsdiskussion und eine Q&A-Session dem Thema aus verschiedenen Perspektiven an. Ziel ist es, eine offene Diskussion zu ermöglichen. Mit der Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, dass wir einander innerhalb der Musikszene zuhören und die Befindlichkeiten und Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchsgruppen besser verstehen lernen.

Hinweis: Es kann kein Safe Space für Betroffene garantiert werden. Veranstaltung in Deutscher Sprache.

Eine Koproduktion der Jazzwerkstatt Bern mit den Swiss Jazz Days

Kuratiert von Aline Meyer, Naïma Esther Kouma-Fing Bereté, Yvonne Apiyo Brändle-Amolo

NANCELOT

Die Berner Jazzflötistin Nancy J. Meier erschafft ein bisher ungehörtes Format: Flötenquartett mit Schlagzeug. Dafür hat Meier den Berliner Schlagzeuger und Deutschen Jazzpreisgewinner Tilo Weber ins Boot geholt. Die wilden, durchwobenen Rhythmen werden so noch farbiger und die Band entwickelt sich auf eindrucksvolle Weise zu einem seltsam anmutigen Geflecht aus Fröhlichkeit und Nervenkitzel. NANCELOT verzaubert das Publikum mit ausgefuchstem Zusammenspiel und grosser Spielfreude. Nur zu gerne verdreht Komponistin Meier musikalische Wünsche und schlängelt sich erfrischend wendig mit ihren Mitstreiter*innen durch rabiate Notenlabyrinthe. Dabei spielt das Quintett nicht nur ausgeschriebene Musik, sondern traut sich unerschrocken in improvisatorische Tiefen vorzudringen. 

Nancy Meier (fl), Anett Kallai (fl), Eline Gros (fl), Camille Quinton (fl), Tilo Weber (dr)

NANCELOT

SDK ENSEMBLE

SDK, «Sudaka meets Heidiland», ist eine Art zu feiern, eine Art des Zuhörens, des Zusammenkommens, eine Ästhetik, eine Konzertreihe. Unter den Fittichen der Label TVL rec und NEUE NUMERAL kuratieren, moderieren und organisieren Cyrill Ferrari (CH), Lara Alarcón (ARG) und Violeta García (ARG) eine Reihe von Veranstaltungen und ein Festival, zu dem sie südamerikanische und schweizerische Künstler*innen einladen, um den Austausch ihrer Kulturen und künstlerischen Wahrnehmungen zu fördern. Erstmals für die Jazzwerkstatt haben die drei SDK Kurator*innen aus ihrem Pool ein SDK Ensemble zusammengestellt. Mit Kompositionen aus dem Kollektiv und dieser sechsköpfigen Superband versuchen sie den Geist von «Sudaka meets Heidiland» einzufangen.

Lara Alarcón (voc/electr), Michael Cina (dr), Cyrill Ferrari (b/g), Violeta Garcia (cello/electr), Camilla Nebbia (ts), Kevin Sommer (cl)

SDK ENSEMBLE

SKYLLA

SKYLLA ist ein mythisches dreiköpfiges Seeungeheuer. Bassgitarrenharmonien und dreistimmiger Gesang erzählen gegenhegemoniale Geschichten. Von Geheimnissen und Gefahren und düsterer Natur, von Intimität und der Kraft der Verbindung. Hören wir in eine Parallelwelt oder ist es der Zugang zu einem tieferen Bewusstsein? Klar ist, dass die Welt SKYLLA braucht.

Ruth Goller (voc/b), Lauren Kinsella (voc), Alice Grant (voc)

SKYLLA

THE MAD LABORATORY OF ANTI-MATTER

Stellen wir uns einmal vor Dr. Emmet Brown, Prof. Sybill Trelawney, Daniel Düsentrieb und Animal würden gemeinsam eine Band gründen. Haben sie, gewissermassen. Multiinstrumentalistin Nadia Daou und der in Beirut beheimatete Klarinettist Paed Conca erweitern eigens für die Jazzwerkstatt ihr neues Duo um den libanesischen Gitarristen Anthony Sahyoun und den Schlagzeuger Akram Hajj. Ein zorniges Quartett für verrückte Zeiten, fröhliche Musik für ärgerliche Leute, roh und ungefiltert.

Nadia Daou (time machine/voc/electr/drum machine), Paed Conca (cl/electr), Anthony Sahyoun (g/electr), Akram Hajj (dr/perc)

THE MAD LABORATORY OF ANTI-MATTER

SINULARIA

Sinularia spinnen Stroh zu Gold. Die Komplexität ihrer Lebenswelt verwandeln sie in zukunftsorientierte und innovative Beatmusik des dritten Jahrtausends. Mit improvisatorischen Spielräumen innerhalb vielschichtiger Strukturen und der Synthese von akustischen Instrumenten und elektronischen Klanglandschaften erschaffen sie ihre eklektische Musik. Am Ende nennen sie es Subwater Beats, eine positive, intensive, treibende, fette, humorvolle, emotionale, fließende, alle Sinne berührende, reichhaltige, ermutigende, bewegende, verletzliche, postkontemporäre, herausfordernde, kreative und spaßige Musik von drei authentischen Persönlichkeiten.

Jo Wespel (g/fx/comp), Felix Henkelhausen (b/fx), Max Santner (dr/fx)

SINULARIA

DJ KG

DJ-Set

Sonntag, 5. März

Turnhalle im PROGR Bern

Konsi Bigband (Konzert für Familien)

Das Konsi Bern ist nur circa 20 Steinwürfe vom PROGR entfernt. Gegründet wurde es 1858 mit dem «Zweck (…) [der] Belebung des musikalischen Sinnes in unserer Jugend und namentlich der Heranbildung tüchtiger Dilettanten für das Orchester.» Das ging leider gründlich schief, denn die 19 jungen Menschen der Konsi Bigband sind alles andere als Dilettant*innen. Diese Sternschnuppen von gestern, morgen und übermorgen haben schon mit dem Jugendsymphonieorchester und allerlei Berühmtheiten gemeinsame Sache gemacht, im Lockdown ein Remote-Album aufgenommen und stellen in Sachen Energie überhaupt jedes Duracell Häschen in den Keller. An der Werkstatt werden sie von Maxine Troglauer, Tara Sarter und Benedikt Reising mit Instrumenten und Kompositionen unterstützt. Wer sich in wessen Glanz sonnen darf, bleibt hierbei rauszufinden.

Sebastian Dubach (as), Seraina Schär (as), Moë Sahl (ts), Julian Wegmüller (ts), Benedikt Reising (bs), Tara Sarter (guest as), Samuel Morales (tp), Tilman Schäfer (tp), Sophie Lendi (tp), Vinzent Grandjean (tp), Tim Moser (tp), Pascal Moser (tb), Cyril Inäbnit (tb), Maxine Troglauer (tb), Tamino Schatzmann (btb), Linda Messerli (p), Alessio Brand (p), Jonas Haensel (g), Till Santschi (b/g), Tobias Scherrer (b) Luca Tobia (dr), Tinu Weigl (dr), Matthias Wenger (cond)

Konsi Bigband (Konzert für Familien)

SAINKHO NAMTCHYLAK

Das Leben ist ein Zirkus. Vor 66 Jahren kommt Sainkho in einem sibirischen Goldgräberstädtchen nahe der mongolischen Grenze auf die Welt. Im Laufe ihres bemerkenswerten künstlerischen Werdegangs, der mit sibirischer Folklore beginnt, deckt sie alle erdenklichen Aspekte des Gesangs ab. Ihre Technik reicht von Khoomei (dem Kehlkopf- und Obertongesang ihrer Heimat Tuva) bis hin zu schwindelerregenden stimmlichen Erweiterungen, vom tiefsten bis zum höchstmöglichen Register der Stimme. Sie macht Musik für Filme, Theater, ist in der freien Improvisation zu Hause, singt bei schamanistischen und buddhistischen Ritualen, und arbeitet im Bereich der Elektronischen Musik, mit Tanz, Weltmusik und Jazz. Sainkho Namtchylak hat nur zu Recht längst einen gewissen Kultstatus erreicht. Mit »Body On Stage« lädt uns Sainkho Namtchylak ein in ihre Manege.

Sainkho Namtchylak voc

SAINKHO NAMTCHYLAK

DIMITRI HOWALD & THE AMNIS BAND EXTENDED

Psychedelischer roadtrip mixtape jazz. Aus der Arbeit an einer Filmmusik ging ein Bandprojekt hervor, deren Musik man den Blick durch die Linse anhört. Wir möchten abwechselnd mit geschlossenen Augen in die Sessel sinken und ungehemmt die Arme in die Lüfte werfen und ums Feuer tanzen. Für das Konzert an der Jazzwerkstatt werden alle Register gezogen: Die Band wird erweitert, um der Musik einen noch orchestraleren Charakter zu verleihen. Arrangiert und mit der Band umgesetzt wird dafür die Musik von den Alben «Industrial Plants», «Amnis Alsace» sowie neues, unveröffentlichtes Material. Epische Momente sind vorprogrammiert.

Sebastian Lötscher (vio), Nao Rohr (vla), Cégiu (cello), Stefan Schischkanov (g), Dimitri Howald (g), Olga Reznichenko (p), Antonio Schiavano (b), Giulin Stäubli (dr)

DIMITRI HOWALD & THE AMNIS BAND EXTENDED

Familienkonzert: Konsi Bigband

Turnhalle im PROGR Bern

Konsi Bigband

Konzert für Familien in Zusammenarbeit mit bee-flat

Das Konsi Bern ist nur circa 20 Steinwürfe vom PROGR entfernt. Gegründet wurde es 1858 mit dem «Zweck (…) [der] Belebung des musikalischen Sinnes in unserer Jugend und namentlich der Heranbildung tüchtiger Dilettanten für das Orchester.» Das ging leider gründlich schief, denn die 19 jungen Menschen der Konsi Bigband sind alles andere als Dilettant*innen. Diese Sternschnuppen von gestern, morgen und übermorgen haben schon mit dem Jugendsymphonieorchester und allerlei Berühmtheiten gemeinsame Sache gemacht, im Lockdown ein Remote-Album aufgenommen und stellen in Sachen Energie überhaupt jedes Duracell Häschen in den Keller. An der Werkstatt werden sie von Maxine Troglauer, Tara Sarter und Benedikt Reising mit Instrumenten und Kompositionen unterstützt. Wer sich in wessen Glanz sonnen darf, bleibt hierbei rauszufinden.

Sebastian Dubach (as), Seraina Schär (as), Moë Sahl (ts), Julian Wegmüller (ts), Benedikt Reising (bs), Tara Sarter (guest as), Samuel Morales (tp), Tilman Schäfer (tp), Sophie Lendi (tp), Vinzent Grandjean (tp), Tim Moser (tp), Pascal Moser (tb), Cyril Inäbnit (tb), Maxine Troglauer (tb), Tamino Schatzmann (btb), Linda Messerli (p), Alessio Brand (p), Jonas Haensel (g), Till Santschi (b/g), Tobias Scherrer (b) Luca Tobia (dr), Tinu Weigl (dr), Matthias Wenger (cond)

Konsi Bigband