PETZI COMMUNITY FUND

Der Kultursektor wurde von den Massnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 hart getroffen und durchlebt harte Zeiten. Um seinen Mitgliedern, die von dieser Situation sehr stark betroffen sind, zu helfen, haben wir den "Petzi Community Fund" eingerichtet, einen Solidaritätsfonds für betroffene Clubs und Festivals. Auf dieser Seite findest du verschiedene Möglichkeiten, die Petzi-Mitglieder zu unterstützen, entweder durch eine direkte Spende an deine Lieblingsclubs oder Festivals, oder durch eine Spende an den "Petzi Community Fund". Dieser ist dafür da, Mitgliedern in besonders akuter finanzieller Not schnell helfen zu können. Danke für deine Unterstützung.

PETZI COMMUNITY FUND

Lettera - Literaturfest Luzern

Save the Date: Freuen Sie sich auf das Lettera – Literaturfest Luzern vom 11. bis 13. März 2022.

Zum ersten Mal finden die Literaturveranstaltungen und der Buchmarkt unter einem Dach statt. Lettera feiert ein dreitägiges Literaturfest im Neubad Luzern: Im Pool, im Klub, im Bistro, in der Wohnung und auf dem Vorplatz – wir feiern Literatur!

Das vollständige Programm finden Sie auf www.literaturfest.ch.

Festival

Organisiert von:   Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Offizielle Website

Freitag 11. März 2022 - Sonntag 13. März 2022

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Lettera - Literaturfest Luzern
Freitag 11.03. - Soiree

Freitag 11.03. - Soiree - Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Freitag 11. März 2022

Türöffnung
19:00

Die Veranstaltung beginnt um
19:30

Joachim B. Schmidt - Tell

Der in Island lebende Schweizer Autor greift in seinem neuen Roman «Tell» nach den helvetischen Kronjuwelen und macht aus der Tell-Saga einen Pageturner, einen Thriller, ein Ereignis: Beinahe 100 schnelle Sequenzen und 20 verschiedene Protagonist:innen jagen wie auf einer Lunte dem explosiven Showdown entgegen. Keine Nach-, keine Neu-Erzählung, sondern ein Blockbuster in Buchform: «The Revenant» in den Alpen, «Braveheart» in Altdorf. Mit dem Historiker und Tell-Experten Valentin Groebner diskutiert er über das grösste Denkmal der Schweizer Geschichte.

Moderation: Valentin Groebner

Joachim B. Schmidt - Tell

Julia von Lucadou - Tick Tack

Nach ihrem vielbeachteten, für den Schweizer Buch- preis nominierten Roman «Die Hochhausspringerin» (Hanser, 2018) dringt Julia von Lucadou mit ihrem zweiten Buch «Tick Tack» in die Abgründe von Social- Media vor. Auf TikTok-Videos kündigt die 15-jährige Mette ihren Selbstmord an. Niemand reagiert – gerettet wird sie trotzdem. Der Selbstmordversuch ver- wirrt ihr privilegiertes Umfeld: Bisher hatte sie immer den Leistungsanforderungen an ein hochbegabtes Kind entsprochen.
Mit gleissender Klarheit und schneidendem Witz zeigt Julia von Lucadou einen Ausschnitt unserer Gegenwart, in der die digitale und reale Wirklichkeit sich gegenseitig komplett durchdringen.

Moderation: Daniel Graf

Julia von Lucadou - Tick Tack
Freitag 11.03. - Late Night

Freitag 11.03. - Late Night - Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Freitag 11. März 2022

Türöffnung
21:45

Die Veranstaltung beginnt um
22:15

Seyda Kurt - Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist

«Liebe ist immer politisch», lautet das Credo der Autorin S ̧ eyda Kurt aus Berlin. Unter unseren ver- meintlich festen Konzepten der romantischen, familienbezogenen oder platonischen Liebe stecken rigide Wirkmächte und traditionalistische Vorstelungen. Die Autorin wirft in ihrem vielbeachteten Essay einen Blick auf die Geschichte rassistischer, kolonialer, antisemitischer, hetero- und cis-sexistischer Normierungen unseres intimen Miteinanders. Mit der Autorin, Genderforscherin und feministischen Aktivistin Franziska Schutzbach spricht S eyda Kurt über den radikalen Neuentwurf der Liebe

Moderation: Franziska Schutzbach

Seyda Kurt - Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist
Samstag 12.03. - Matinee

Samstag 12.03. - Matinee - Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Samstag 12. März 2022

Türöffnung
10:30

Die Veranstaltung beginnt um
11:00

Leta Semadeni - Amur, grosser Fluss

Amur, der grosse sibirische Fluss, ziert den Titel von Leta Semadenis neustem Roman, die mit ihrem Erstling «Tamangur» (Rotpunkt, 2015) mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet worden ist. Doch Sibirien ist in «Amur, grosser Fluss» kein Handlungsort, eher eine Sehnsuchtslandschaft für Olga, die Protagonistin. Während Radu, ihre Liebe, in der Welt unterwegs ist, bleibt sie daheim im Engadin, am kleinen Fluss, dem Inn. Radu findet jeweils nach Hause, nur um gleich wieder fortzugehen, für Filmaufnahmen oder um die Population des Amur-Tigers zu zählen. An Olga ziehen derweil still die Jahreszeiten vorbei. Sie spürt, wie sie dünnhäutig wird, das Alter schreibt sich ihr ins Gesicht ein.

Moderation: Beat Mazenauer

Leta Semadeni - Amur, grosser Fluss

Theres Roth-Hunkeler & Julia Weber - Rendez-vous

Geschwisterliche Nähe: Wovon hängt sie ab? Kann sie sich auch spät im Leben noch entwickeln? Theres Roth-Hunkelers Roman «Geisterfahrten» erzählt von einer Brudersuche. Lisa, eine 62-Jährige Frau, versucht, einen kurzen gemeinsamen Urlaub im Tessiner Malcantone als Gelegenheit zu nutzen, ihrem 83-jährigen Halbbruder näher zu kommen. Das vielbeachtete Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und überschreitet diese zugleich durch eine vielstimmige Komposition aus Dokumentation, Mutmassungen und Fiktion. Ein fesselnder und berührender Roman über die Wirkungsmacht von familiärer Vergangen- heit und den Mut, Fragen zu stellen.

Julia Weber arbeitet an ihrem zweiten Roman, alssie schwanger wird. Ein zweites Kind? Wie wird ihr Leben sein? Woher Kraft und Zeit nehmen für zwei Kinder und das Schreiben? «Die Vermengung» ist die eindrückliche Erkundung einer weiblichen Biografie von heute zwischen Berufstätigkeit und Familie, zwischen Leben, Kunst und Gesellschaft. Abseits einer hartnäckig überlieferten Genietradition entwirft die Autorin, deren Debüt «Immer ist alles schön» (Limmat, 2017) vielfach ausgezeichnet wurde, eine weibliche Poetik, eine radikale und doch weiche, auf das Leben gerichtete Auffassung von Kunst.

Moderation: Julia Knapp

Theres Roth-Hunkeler & Julia Weber - Rendez-vous
Samstag 12.03. - Soiree

Samstag 12.03. - Soiree - Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Samstag 12. März 2022

Türöffnung
19:00

Die Veranstaltung beginnt um
19:30

Emine Sevgi Özdamar - Ein von Schatten begrenzter Raum

Nach dem Militärputsch in der Türkei 1971 fürchten Intellektuelle, Künstler:innen, Linke um ihre Existenz. Auch die Ich-Erzählerin verlässt Istanbul und emigriert nach Westeuropa. Im Gepäck der Wunsch, Schauspielerin zu werden und das Verlangen, den kulturellen Reichtum ihres Landes andernorts bekannt zu machen, sei es im geteilten Berlin oder auf den Boulevards von Paris. Der vielbeachtete Roman «Ein von Schatten begrenzter Raum» (Suhrkamp, 2021) wirft einen so poetischen wie scharfsichtigen Blick auf Europa und ist gleichzeitig ein vielstimmiger Klagegesang der Regisseurin, Schauspielerin und Autorin Emine Sevgi Özdamar auf die Opfer politischer Unterdrückung.

Moderation: Christine Lötscher

Emine Sevgi Özdamar - Ein von Schatten begrenzter Raum

Fiston Mwanza Mujila (Tanz der Teufel) & Patrick Dunst (Musik)

Im Grenzgebiet zwischen Angola und dem Kongo, in den Minen von Lunda Norte und im Zentrum von Lubumbashi tanzen Frauen ohne Alter, Diamantensucher, Gauner und Agenten aus aller Welt den «Tanz der Teufel». Der im Kongo geborene, heute in Graz lebende Schriftsteller und Dozent für afrikanische Literatur schafft eine völlig neue Art von Roman: Neben absurden Dialogen und einer Fülle von Erzählsträngen und Abschweifungen ist es vor allem die Ironie, die die Auswirkungen von Kolonialisierung, Raubbau und Bürgerkrieg noch deutlicher erscheinen lässt. Begleitet vom Saxofonisten Patrick Dunst schafft Fiston Mwanza Mujila eine virtuose unerhörte Literaturperformance

Moderation: Isabelle Chariatte

Fiston Mwanza Mujila (Tanz der Teufel) & Patrick Dunst (Musik)
Samstag 12.03. - Late Night

Samstag 12.03. - Late Night - Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Samstag 12. März 2022

Türöffnung
22:00

Die Veranstaltung beginnt um
22:30

Regina Dürig und Christian Müller - Butterland

Der Begriff Butterland bezeichnet in der Seemannsprache die horizontnahen Küstenstreifen, die durch das Zusammenspiel von Licht und Nebeldunst zu zerfliessen scheinen. Ebenso sich an den Grenzen auflösend kann das Werk von dem gleichnamigen Duo, bestehend aus Autorin Regina Dürig und dem Musiker Christian Müller, betrachtet werden. Seit 2010 arbeitet «Butterland» im Feld von Stories und Sounds. Ihre Stücke haben meist skulpturalen Charakter und sind formal zwischen Liveperformance, Poetic Noise, Hörspiel und räumlicher Installation einzuordnen.

Regina Dürig und Christian Müller - Butterland
Sonntag 13.03. - Matinee

Sonntag 13.03. - Matinee - Neubad - Verein Netzwerk Neubad

Sonntag 13. März 2022

Türöffnung
10:45

Die Veranstaltung beginnt um
11:15

Daniel Schreiber - Allein

Wir sind eine Gesellschaft der Alleinlebenden: Noch nie in der Geschichte gab es so viele Einzelhaushalte wie heute. Doch können wir allein ein gutes und erfülltes Leben führen? Daniel Schreibers autobiographischer Essay «Allein» denkt lesend und schreibend über diese Frage nach und reflektiert dabei existenzielle Themen wie Freundschaft, Selbstfürsorge oder Einsamkeit. Der in Berlin lebende Autor verschränkt dabei auf eindrucksvolle Weise persönliche Erfahrungen mit theoretischen Überlegungen, ein Stil, der uns besonders von Essayistinnen wie Susan Sontag, Joan Didion oder Olivia Laing bekannt ist. Von ersterer hat Schreiber die Biografie «Geist und Glamour» (Aufbau Verlag, 2007) verfasst.

Moderation: Elisabeth Bronfen

Daniel Schreiber - Allein

Lyrik - Simone Lappert, Leonor Gnos & Katharina Lanfranconi

In Simone Lapperts erstem Lyrikband «längst fällige verwilderung» vermoosen Gedanken und leuchtet der Mond siliziumhell. Die Liebe schmeckt nach Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren, und die Dichterin fragt sich, fragt uns: ‹sag, wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?› Sie schreibt über Aufbrüche, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart.

Leonor Gnos’ zuletzt erschienener Lyrikband«Horizont 13» kreist um den Kanton Uri. Obschon die Autorin seit vielen Jahre in Marseille wohnt, ist ihr Erinnern und ihr Schreiben von dieser Region, seinen Menschen und den Bergen geprägt. Der Vergleich von Berg und Meer, beides kraftvolle Elemente, interessieren sie dabei besonders.

Katharina Lafranconis jüngster Lyrikband «Das brennende Haus» (Wolfbach Verlag, 2019) oszilliert zwischen zarten Klängen und vergeblichen Rufen. Die Gedichte sprechen von Idylle, Sehnsucht und Problemzonen und haben doch immer das Unsagbare im Blick, das vermeintliche Echo, dieses Summen, das stets hinter den Zeilen schwingt – und darüber hinaus.

Lyrik - Simone Lappert, Leonor Gnos & Katharina Lanfranconi

Lyrik und Musik - Rolf Hermann & Nadja Stoller

Eine Bergflanke, die lichterloh brennt. Ein Reh, das in den Fluss springt. Der Himmel, der seine Haut in den See legt. Ein Augenpaar, das einem Schwarm Mehlschwalben folgt. Und eine Stimme, die sich nach nichts anderem sehnt, als sich in Gräser zu verwandeln. Gemeinsam mit der Musikerin Nadja Stoller lässt der vielfach ausgezeichnete Lyriker und Prosaautor Rolf Hermann Bilder und Klänge ineinander fliessen, bis die Dinge untrennbar sind: Kindheit und Landschaft, Erinnerung und Schönheit. Mit Texten aus dem rauschhaften urbanen Langgedicht «In der Nahaufnahme verwildern wir» und «Flüchtiges Zuhause».

Lyrik und Musik - Rolf Hermann & Nadja Stoller