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Swiss und die Andern

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Concerto Punk

Organizzato da:   Dachstock

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Giovedì 20 Ottobre 2022

Dachstock – Bern

  • Le porte aprono a:
    20:00
  • L'evento inizia alle:
    21:00
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Swiss und die Andern

Swiss und die Andern

Swiss wuchs in Hamburg-Altona als Sohn eines Schweizer Schauspielers (daher sein Künstlername) und einer deutschen Theatermacherin auf. Bühne und Film waren schon immer Teil seines Lebens und so überrascht es nicht, das Swiss eine Rolle im Kinofilm „Tiger Girl“ erhielt, der vom Erfolgsteam um den visionären Filmemacher und Regisseur Jakob Lass aktuell gedreht wird.

Schon früh interessierte sich Swiss für Musik und verschlang Bücher. So erlangte er die Wortgewalt, die sich durch seine flammenden Texte zieht. Für „Gangster vom Asylheim“ nimmt er die Rechten und Neo-Nazis aufs Korn, die landauf landab Angst und Schrecken verbreiten. In „Insel im Paradies“ macht er sich über Spießer lustig, die im Urlaub an fernen Pauschal-Touri-Stränden preiswert den dicken Max markieren. In „Wir sind die Nacht“ geht es um das Unverständnis der Masse für die Missglückten dieser Welt. Auch mit dem Cover „Rauch-Haus-Song“ erinnert die Band an die wildromantischen Politrocker Ton Steine Scherben, die diese kämpferische Hymne 1971 über eins der ersten besetzten Berliner Häuser verfasst hatten. Kein Wunder, dass Swiss & Die Andern sich als „Kinder von Ton Steine Scherben“ bezeichnen, wie sie in ihrem Manifest „Pogo“ singen.

Rio Reiser, der nach seiner Zeit bei Ton Steine Scherben als Solist weiter machte, ist ein wichtiger Einfluss für Swiss und seine „Missglückte Welt“. In der Utopie „Morgenland“ nimmt der Hamburger Frontmann Bezug auf Reisers Ballade „Zauberland“, doch bei Swiss ist „Zauberland nicht abgebrannt“ – wie Rio singt – vielmehr geht es ihm um den Kampf für ein besseres Morgen.

Einige Parts von „Der Kopf der Gertraud Bräuer“ stammen aus der Feder einer Hamburger Liedermacherin mit dem Künstlernamen „Die Hofkomponistin“. Der Song behandelt das traurige Schicksal eines der Opfer des Serienmörders Fritz Honka, der die Friseurin und Gelegenheitsprostituierte 1970 erschlug. Sie wurde von niemandem vermisst, ihre Leiche fand man zufällig, als der Dachstuhl eines Hauses brannte, in dem Honka den zersägten Kadaver versteckte. Missglückte Welt pur.

Doch Swiss & Die Andern haben auch eine empfindsame Seite, die sie in den wenigen sanfteren Liedern zeigen. In „Perfekte Imperfektion“ versichert der Mann am Mikro, dass seine große Liebe keineswegs vollkommen sein muss, im Gegenteil, gerade das Nichtperfekte zieht ihn an. Doch der Mensch muss auch für sich selbst Respekt und Zuneigung empfinden. Selbsthass und eigene Überforderung sind ebenfalls Teile der Missglückten Welt. Das ist das Thema des Titels „Irgendwann“. So lebt Swiss in der Hoffnung, „dass der Tag kommen wird, an dem ich es schaffe, mich zu lieben wie ich bin.“

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